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Sonntag, 20. Mai 2012
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Die Anfänge des Musikvereins (1858-1869)
Durch die Wertschätzung der Musik durch den Hohenzollernfürsten zu Hechingen entfaltete sich, nicht zuletzt unterstützt durch Hofkonzerte mit berühmten Musikern, ein reges musikalisches Leben rund um die Zollerburg.

Aus der Gründerzeit fehlen leider Aufzeichnungen, sodass nur noch einige Episoden bekannt sind, die in der Zeitung Erwähnung fanden. Zum ersten Mal wird unsere Blechmusik im Hohenzollerischen Wochenblatt vom Jahre 1861 erwähnt. Demnach wirkte sie am 23. Juni 1861 bei einer Veranstaltung des Musikvereins Hechingen in der offenen Reitbahn mit. Im Juni 1863 war ein musikalisches Treffen in Schlatt, unter Beteiligung des Gesangvereins Stetten un der Musikkapelle Schlatt. Die Leistungen unserer Musik wurden in der Hechinger Zeitung (Hohenzollerisches Wochenblatt) sehr gelobt.
Am 18. August 1867 beteiligte sich die Kapelle, laut Bericht der Hohenzollerischen Blätter, an einem Treffen von Musik- und Gesangvereinen in Jungingen. In derselben Zeitung wird über eine Traufwanderung der Schlatter Musikkapelle berichtet, die am Pfingstmontag des Jahres 1869 auf den Dreifürstenstein und nach Beuren führte.
Als sehr interessant und rühmlich für die damalige Musikkapelle kann ein Bericht in der Chronik der Stadtpfarrei Hechingen angesehen werden. Dort heißt es, dass bei der Beisetzung des letzten Fürsten von Hohenzollern Hechingen, Friedrich Wilhelm Konstantin, am 8. September 1869 die Musikkapelle beim Trauerkondukt vom Bahnhof zur Stiftskirche die Trauermusik spielte. In Ermangelung eines Trauermarsches habe die Kapelle einen Hochzeitsmarsch geblasen. Wörtlich schreibt die Pfarrchronik: "Der Fürst, der so viel für die Musik getan hatte, musste unter den Klängen des Schlatter Hochzeitsmarsches in die Gruft seiner Väter steigen."